Augmented Reality – ein kleiner Überblick


Was verbirgt sich hinter dem Begriff Augmented Reality?

In den letzten Jahren ist Ihnen gewiss schon einmal der Begriff Augmented Reality, kurz AR, begegnet - sei es online im Browser oder in der Unterhaltungsbranche (Film, Fernsehen, Videospiele). Im Gegensatz zur früher einsetzenden Entwicklung der Virtual Reality nahm die Verbreitung von Augmented Reality erst mit dem Breitband-Internet sowie dem Aufkommen mobiler, online- und browserfähiger Endgeräte richtig Fahrt auf.

Übersetzt bedeutet Augmented Reality "erweiterte Realität". In der Praxis findet jedoch die englische Bezeichnung Augmented Reality Anwendung. Synonym wird auch häufig der Begriff Mixed Reality ("gemischte Realität") verwendet. Augmented Reality beschreibt die Erweiterung der Realitätswahrnehmung. Mittels computergestützter audiovisueller Darstellung von zusätzlichen - in der Realität nicht vorhandenen – Informationen, wird die Wahrnehmung der realen Welt im wahrsten Sinne um virtuelle Elemente (2D-Grafiken, 3D-Modelle und/oder Sounds) erweitert und bereichert. Kurz: der echten Welt werden Zusatz-Features verliehen; das analoge Leben vereint sich mit dem digitalen Leben. Auf Grundlage dieses Zusammenspiels ließe sich Augmented Reality sogar als Ausweitung der menschlichen Sinneswahrnehmung ansehen.

 

Durch welche Aspekte zeichnet sich Augmented Reality aus?
 

Um von Augmented Reality zu sprechen, müssen bestimmte (technische) Aspekte erfüllt sein. Grundsätzlich muss es sich um eine Kombination der physischen Welt und der virtuellen Welt handeln. Dazu wird die reale Welt mit virtuellen Elementen angereichert.

Für eine nahtlose Einbettung der virtuellen Elemente muss die Überlagerung in Echtzeit, in einem dreidimensionalen Bezug zueinander und unabhängig vom Standpunkt des Nutzers und/oder der Kamera erfolgen.


Technisches Ziel ist es, die Platzierung der virtuellen Elemente in der realen, physischen Welt zu homogenisieren. Im Unterschied zur Virtual Reality, die ein vollständiges Eintauchen in eine virtuelle, künstliche Welt anstrebt, ist bei Augmented Reality der Grad der Virtualität geringer, denn hier wird die reale Umgebung weiterhin wahrgenommen. Der Anspruch der erweiterten Realität ist die Ergänzung der realen Umgebung um virtuelle Aspekte ohne dabei den Kontakt zur echten Welt zu verlieren.
 

Wie sieht die praktische Umsetzung von Augmented Reality Anwendungen aus?

Grundsätzlich basieren unsere 3D-Simulationen auf der JavaScript-Programmierschnittstelle WebGL. Durch die Verbreitung von WebGL in allen modernen Browsern und auf allen online- und browserfähigen Endgeräten existieren keine technischen Hürden, die die spontane Präsentation beim Endkunden behindern. Somit eignet sich diese Technologie hervorragend für ein verkaufsförderndes, innovatives Produkt-Marketing.

Die Grundlage für jede AR-Simulation / AR-Produkt-Visualisierung sind 3D-Modelle. Während eine typische 3D-Produkt-Visualisierung von Ihrer Interaktivität lebt - d. h. einer Simulation von dem, was das Produkt in der Realität leisten kann -, ersetzt Augmented Reality teilweise die Notwendigkeit einer komplexen interaktiven Simulation. Durch die Einbettung in die wirkliche Umgebung liegt der Fokus vorrangig auf der Wirkung des simulierten Produktes in der Realität. Diese „einfache“ AR-Visualisierung erfolgt mittels Android Scene Viewer bzw. Apple AR Quick Look. Diese Apps müssen auf dem online- und browserfähigen mobilen Endgerät vorhanden sein, was bei modernen Smartphones aber der Fall ist.

Um den vollständigen Grad der Interaktivität zu erhalten, ist es jedoch notwendig, im Browser zu verbleiben. Hier ist WebXR (vormals WebVR) die technische Antwort. Der Unterschied zur „einfachen“ AR-Visualisierung ist, dass das 3D-Modell - wie oben beschrieben - den Browser des mobilen Endgerätes nicht verlässt. Das bedeutet, der gesamte Umfang der Interaktivität kann in AR dargestellt werden. In einem kompatiblen WebXR-fähigen Browser (Google Chrome, Mozilla Firefox, Microsoft Edge, Apple Safari) können die entsprechenden Inhalte online und ohne zusätzliche Software oder Plug-Ins angezeigt werden. Es entfallen Download und Installation einer Anwendung oder App.

Warum ist eine Erweiterung der Realitätswahrnehmung so interessant und reizvoll? Und wo liegt aus unternehmerischer Sicht der Mehrwert von Augmented Reality? Gibt es überhaupt einen Mehrwert?
Augmented Reality Anwendungen gehören mit Sicherheit zu den interessantesten und vielversprechendsten Entwicklungen der letzten Jahre. Insbesondere durch die Verbreitung von WebGL online im Browser als auch durch die Entwicklung der WebXR (vormals WebVR) Schnittstelle zu VR- und AR-fähigen Geräten (Virtual-Reality-Headsets: HTC Vive, Oculus, Pimax, Varjo, PlayStation VR, Valve Index / Augmented-Reality-Brillen: Google Glass, Microsoft HoloLens, EyeTap) lässt sich deren Potential vom heutigen Standpunkt aus betrachtet bereits erahnen.